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Mein “Daily WTF”

Aus unserer beliebten Reihe “Information Hiding” bringen wir Ihnen heute: “The Web as it was not meant to be”.

Stellen Sie sich vor, Sie sind Leiter der “Internen Kommunikation” und ein engagierter Student hat eine Webapplikation programmiert, die Anmeldungen für eine Unternehmsveranstaltung entgegennimmt. So weit, so gut.

Doch anstatt den Link zur Anmeldung an exponierter Stelle zu platzieren, machen Sie ein Politikum daraus: Auf die Frontseite im Intranet, so finden Sie, gehört der Link nicht (auch wenn auf der Veranstaltung knapp 8000 Besucher erwartet werden). - Nein, viel lieber verstecken Sie den Link auf einer einsamen Seite, die man nur mit gutem Vorwissen und Engelsgeduld findet - nach sechs bis sieben Mausklicks.

Nach zwei Wochen wundern Sie sich, dass sich nur einhundert Leute angemeldet haben. Jetzt dämmert es ihnen: Die Seite mit dem Link findet keiner. Richtig geraten!

Was tun? Sie befragen ihren Mitarbeiterstab aus der “Internen Kommunikation” (und wieder nicht jemanden, der sich damit auskennt). Diese Entscheidung wird sich ebenfalls als Fehler herausstellen, denn ihre Mitarbeiter haben Kommunikation bisher per Hauspost und Brieftauben betrieben: Jemand kommt auf die Idee, die versteckte Seite zu bewerben. Hervorragend!

Man weist also die zuständige IT-Abteilung (sprich: den Studenten) an, ein bunt-designtes PDF (!) in das Anmeldeskript einzubauen - in der Gestalt, dass dieses Dokument nun beim Anmelden aufplöppt. Doch anstatt nun den Link direkt zur Anmeldung zu setzen, beschreiben Sie den Weg zu der Seite im Intranet, die den eigentlichen Link enthält.

Als Abteilungsleiter “Interne Kommunikation” lehnen Sie sich anschließend entspannt im Sessel zurück und warten auf die nächste Gehaltsanpassungerhöhung.

Der Student hingegen bemerkt trocken, dass sich “brain” ja auf “insane” reimt.

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